Indem Sie bewusst darauf achten, wie viel Zeit Sie online verbringen, vor allem mit Nachrichten und sozialen Medien, können Sie das Schwarzsehen einschränken. Hier finden Sie einige einfache Tipps und Hilfsmittel, um das "Doomscrolling" zu beenden.
1. Grenzen setzen
Setzen Sie sich selbst ein paar Grenzen. Versuchen Sie, die Nachrichten nur einmal am Tag zu lesen oder warten Sie bis zum Ende des Tages, um eine Zusammenfassung zu lesen, anstatt Ihren Feed ständig zu aktualisieren. Wenn Sie kontrollieren, wann und wie viele Nachrichten Sie aufnehmen, fühlen Sie sich nicht mehr so überwältigt. Schon 10 bis 15 Minuten können ausreichen, um informiert zu bleiben, ohne in eine Spirale zu geraten.
Wenn Willenskraft allein nicht ausreicht, gibt es zahlreiche Apps zur Zeitmessung und Telefonsperrung, die Ihnen helfen können, sich an Grenzen zu halten.
Tools wie Forest, das spielerisch den Verzicht auf das Handy fördert, indem es während der Konzentrationssitzungen "Bäume wachsen" lässt, oder Freedom, das ablenkende Websites und Apps geräteübergreifend blockiert, machen es leichter, dem Scrollen zu widerstehen. StayFocused (für Browser), Opal oder sogar die in Ihrem Telefon integrierten Einstellungen für die Bildschirmzeit können Ihnen ebenfalls einen zusätzlichen Anstoß zur Verantwortlichkeit geben.
Diese Apps wurden entwickelt, um bewusste Pausen zu schaffen und Ihnen dabei zu helfen, Ihr Telefon wegzulegen, wenn das endlose Scrollen überhand nimmt.
2. Benachrichtigungen ausschalten
Ein weiterer sehr hilfreicher Tipp, um Grenzen zu setzen, ist das Deaktivieren von Benachrichtigungen für Nachrichten- und Social-Media-Apps.
Die Deaktivierung dieser ständigen Pings kann den Drang, impulsiv auf das Telefon zu schauen, erheblich verringern und dazu beitragen, dass Sie nicht mit beunruhigenden Inhalten konfrontiert werden, wenn Sie es nicht erwarten (Güme, 2024; Sharma et al., 2020).
Sie können selbst entscheiden, wann Sie die Nachrichten lesen, anstatt sich von Benachrichtigungen leiten zu lassen. Diese Art von bewusster Entscheidung kann einen großen Unterschied in Bezug auf Ihre Angstzustände machen (Mannell & Meese, 2022). Betrachten Sie es als Schutz Ihres Friedens.
3. Vermeiden Sie bestimmte Quellen
Eine weitere wirksame Methode, um die Schwarzmalerei zu stoppen, besteht darin, bestimmte Quellen zu meiden. Vermeiden Sie Nachrichtenformate oder Quellen, die Ihre Ängste verstärken, wie z. B. Live-Blogs oder Inhalte, die als sensationsheischend empfunden werden.
Forscher haben herausgefunden, dass viele Teilnehmer Nachrichtenorganisationen oder Journalisten in den sozialen Medien nicht folgen, um ihre psychische Gesundheit zu erhalten (Mannell & Meese, 2022; Sharma et al., 2020).
In denselben Studien wurde festgestellt, dass die Menschen die ständige Flut an schlechten Nachrichten nicht wirklich genießen; sie wollen oft die Menge an belastenden Inhalten, die sie aufnehmen, reduzieren. Je mehr Menschen sich dessen bewusst werden und mit dem "Doomscrolling" aufhören wollen, desto eher werden sie sich von Nachrichtenseiten oder Konten in sozialen Medien fernhalten, die scheinbar nur negative Geschichten verbreiten (Sharma et al., 2020).
Forscher haben herausgefunden, dass eine Verlagerung des Schwerpunkts auf erbauliche oder neutrale Inhalte, wie etwas Lustiges oder Beruhigendes, dazu beitragen kann, all die Negativität auszugleichen, die mit Doomscrolling einhergeht (Güme, 2024; Sekhon, 2024).
4. Digitale Barrieren schaffen
Das Schaffen digitaler Barrieren, wie das Löschen oder Verstecken von Social Media- und Nachrichten-Apps, ist eine bewusste Strategie, um das gedankenlose Scrollen zu reduzieren und emotional belastende Inhalte zu vermeiden, was den Menschen hilft, die Kontrolle über ihre Gerätenutzung zurückzugewinnen und ihre psychische Gesundheit zu schützen (Mannell & Meese, 2022; Güme, 2024; Sekhon, 2024).
Tatsächlich nimmt die bewusste Vermeidung von Nachrichten zu: 36 % der Menschen weltweit geben an, dass sie die Nachrichten inzwischen ganz meiden (Newman et al., 2023). Die Menschen erreichen dies, indem sie den Fernseher ausschalten, nachrichtenlastige Social-Media-Konten überspringen (53 %), Benachrichtigungen unterdrücken oder Updates seltener überprüfen (52 %) und Themen meiden, die ihre Stimmung negativ beeinflussen (32 %; Newman et al., 2023).