10 wissenschaftlich untermauerte Interventionen, die Ihnen helfen, zurechtzukommen
Der Umgang mit dem Risiko eines stellvertretenden Traumas ist für Personen, die in helfenden Berufen arbeiten, wie Therapeuten, Berater, Krankenschwestern, Sozialarbeiter und Notfallhelfer, von entscheidender Bedeutung.
Jede dieser 10 Maßnahmen der Positiven Psychologie ist mit wissenschaftlich fundierten Artikeln verlinkt, die kostenlose Ressourcen enthalten, mit denen Sie vom Überleben zum Gedeihen und zum posttraumatischen Wachstum gelangen können.
1. Praktiken der Selbstfürsorge
Betreiben Sie regelmäßig Selbstfürsorge, z. B. Sport, Meditation, Selbstberuhigung, Hobbys oder Zeit mit lieben Menschen. Die Pflege Ihrer körperlichen und geistigen Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung für Ihre Widerstandsfähigkeit.
Weitere Anregungen finden Sie in unserem Artikel 10 Tipps zur Selbstfürsorge für Psychologen, Therapeuten und Berater.
2. Supervision, Peer-Unterstützung und Mentoring
Regelmäßige Supervisionssitzungen mit einem Supervisor oder Peer-Support-Gruppen können einen sicheren Raum für die Verarbeitung schwieriger Gefühle und Erfahrungen bieten. Der Austausch mit anderen, die die Art Ihrer Arbeit verstehen, ist bestätigend und unterstützend. Mentoring und Coaching können in schwierigen Zeiten zusätzliche Unterstützung bieten und helfen, Burnout zu verhindern.
3. Gesunde Grenzen
Wenn Sie klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben ziehen, können Sie den Kontakt mit traumatischem Material begrenzen. Lernen Sie, nein zu sagen, wenn es nötig ist, und Ihre eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.
Weitere Tipps finden Sie in unserem Artikel Gesunde Grenzen zwischen Therapeut und Klient festlegen.
4. Achtsame Erdungstechniken
Diese Übungen helfen Ihnen, präsent zu bleiben und überwältigende Emotionen zu bewältigen. Techniken wie tiefe Atmung, progressive Muskelentspannung oder geführte Bilder können Ihnen helfen, sich zu zentrieren und im Moment zu bleiben.
Unser Artikel 10+ Mindful Grounding Techniques ist vollgepackt mit Ressourcen.
5. Bildung und Ausbildung
Nehmen Sie an Workshops, Seminaren oder Schulungen zu traumainformierten Selbsthilfestrategien teil. Unser Artikel 23 Post-Traumatic Growth Worksheets for Therapy (23 Arbeitsblätter für posttraumatisches Wachstum in der Therapie ) befasst sich mit der Wissenschaft und enthält Arbeitsblätter, die Sie verwenden können, um an einem stellvertretenden Trauma zu wachsen.
6. Eine Pause einlegen
Regelmäßige Pausen sind notwendig, um sich zu erholen und neue Energie zu tanken. Planen Sie eine Auszeit ein, um sich von arbeitsbezogenen Stressfaktoren zu lösen und sich auf erholsame Aktivitäten zu konzentrieren.
Wir sollten Ruhe nicht als Belohnung für harte Arbeit betrachten, sondern als Grundlage für optimale Produktivität und Wohlbefinden. Unser Artikel Non-Sleep Deep Rest (NSDR): Erkundung einer Welt jenseits des Schlafs " befasst sich eingehend mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und enthält eine Fülle von NSDR-Ressourcen.
7. Nutzen Sie Ihre Kreativität
Üben Sie sich in kreativem Selbstausdruck wie Schreiben, Kunst, Musik oder Tanz, um Ihre Gefühle auf gesunde Weise auszudrücken und zu verarbeiten.
Kreative Aktivitäten sind eine Form des Selbstausdrucks, bauen Stress ab und fördern die Katharsis. Lesen Sie unseren Artikel Kreativität fördern: 12 Strategien zur Förderung kreativer Fähigkeiten, um mehr zu erfahren.
8. Reflektierende Praxis
Denken Sie über Ihre Erfahrungen und Reaktionen auf herausfordernde Situationen nach. Ein Tagebuch oder regelmäßige Übungen zur Selbstreflexion können Ihnen helfen, einen Einblick in Ihre emotionalen Reaktionen zu gewinnen und Muster oder Auslöser zu erkennen.
Probieren Sie unsere 87 Fragen zur Selbstreflexion für die Selbstbeobachtung [+Übungen] als Anregung aus.
9. Praktiken des Selbstmitgefühls
Selbstmitgefühl bedeutet, sich selbst mit Freundlichkeit, Verständnis und Akzeptanz zu behandeln, insbesondere in Zeiten des Leidens oder der Schwierigkeiten. Die Kultivierung von Selbstmitgefühl durch Praktiken wie Selbstberuhigung und Achtsamkeit kann Menschen helfen, mit stellvertretenden Traumata umzugehen und das Risiko eines Burnouts zu verringern (Hashem & Zeinoun, 2020).
Probieren Sie diese 8 kraftvollen Übungen und Arbeitsblätter zum Selbstmitgefühl aus.
10. Augenbewegungs-Desensibilisierung und -Wiederaufbereitung (EMDR)
EMDR beinhaltet die Aufarbeitung traumatischer Erinnerungen durch bilaterale Stimulationen wie Augenbewegungen oder Klopfen.
EMDR kann die Symptome eines stellvertretenden Traumas verringern und die emotionale Belastbarkeit von Fachkräften der psychischen Gesundheit, die mit Kindesmissbrauch und -vernachlässigung arbeiten, verbessern (Tsouvelas et al., 2019).
Werfen Sie einen Blick auf Was ist EMDR-Therapie? (inkl. Ausbildung & Apps), um mehr zu erfahren.
Denken Sie daran, dass die Bewältigung eines stellvertretenden Traumas ein fortlaufender Prozess ist, und dass es wichtig ist, Ihr Wohlbefinden in den Vordergrund zu stellen und bei Bedarf Unterstützung zu suchen.
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