Lösungsfokussierte Therapie Interventionen
Komplimente werden in der SFT häufig verwendet, um dem Klienten zu helfen, sich auf das zu konzentrieren, was funktioniert, und nicht auf das, was nicht funktioniert. Wenn man anerkennt, dass der Klient einen Einfluss auf das Erreichen eines Ziels hat, kann man Hoffnung schöpfen. Sobald die Hoffnung und der Perspektivwechsel eingetreten sind, kann der Klient entscheiden, welche täglichen Maßnahmen er ergreifen möchte, um sein Ziel zu erreichen.
Ein höheres Maß an Hoffnung und Optimismus kann die folgenden wünschenswerten Ergebnisse vorhersagen (Peterson & Seligman, 2004):
- Leistung in allen möglichen Bereichen
- Freiheit von Ängsten und Depressionen
- verbesserte soziale Beziehungen
- Verbesserung des körperlichen Wohlbefindens
Mindmapping ist eine wirksame Intervention, die auch zur Steigerung von Hoffnung und Optimismus eingesetzt wird. Diese Intervention wird häufig in der Life-Coaching-Praxis eingesetzt. Eine Forschungsstudie über lösungsorientiertes Lebenscoaching (Green, Oades, & Grant, 2006) hat gezeigt, dass diese Art von Intervention das Streben nach Zielen und die Hoffnung sowie das allgemeine Wohlbefinden steigert.
Obwohl Life-Coaching nicht mit einer Therapie gleichzusetzen ist, zeigt diese Studie die Wirksamkeit der Verbesserung positiver Verhaltensweisen durch lösungsorientiertes Fragen.
Mindmapping ist ein visuelles Denkwerkzeug, das hilft, Informationen zu strukturieren. Es hilft Klienten, Informationen besser zu analysieren, zu verstehen und neue Ideen in Bereichen zu entwickeln, die sie vielleicht nicht automatisch selbst entwickelt haben. Durch die Aufzeichnung auf Papier erhalten sie außerdem einen Bezugspunkt für die künftige Zielsetzung.
Einfühlungsvermögen ist bei der Anwendung von SFBT unerlässlich. Der Klient muss sich vom Therapeuten gehört und gehalten fühlen, damit er sich weiterentwickeln kann. Es wird empfohlen, sich absichtlich nach innen zu lehnen, um sicherzustellen, dass der Klient weiß, dass der Therapeut ihm zuhört.
Stärken anzusprechen und diese Stärken mit der Zielsetzung in Einklang zu bringen, sind wichtige Interventionen in der SFT. Das Erkennen und Anerkennen dessen, was beim Klienten bereits funktioniert, validiert die Stärken. Die Selbsterkenntnis dieser Stärken steigert das Selbstwertgefühl, was wiederum das Vorankommen verbessert.
5 SFT-Fragen, die Sie Ihren Klienten stellen sollten
Die Fragen, die in der lösungsfokussierten Therapie gestellt werden, sind positiv gerichtet und zielorientiert. Die Absicht ist, einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen, indem man die Klienten in Richtung Hoffnung und Optimismus führt, um sie auf einen Weg der positiven Veränderung zu bringen. Ergebnisse und Fortschritte ergeben sich aus der Konzentration auf die Veränderungen, die zur Erreichung der Ziele und zur Steigerung des Wohlbefindens erforderlich sind.
1. Wunderfrage
Hier ist ein klares Beispiel dafür, wie man die Wunderfrage stellt. Sie sollte mit Bedacht gestellt werden. Auf diese Weise kann sich der Klient vorstellen, dass das Wunder eintritt.
"Ich möchte Ihnen jetzt eine seltsame Frage stellen. Nehmen wir an, dass, während Sie heute Nacht schlafen und das ganze Haus ruhig ist, ein Wunder geschieht. Das Wunder besteht darin, dass das Problem, das Sie hierher gebracht hat, gelöst ist. Da du aber schläfst, weißt du nicht, dass das Wunder geschehen ist. Wenn Sie also morgen früh aufwachen, was wird anders sein, das Ihnen sagen wird, dass ein Wunder geschehen ist und das Problem, das Sie hierher gebracht hat, gelöst ist?" (de Shazer, 1988)
2. Fragen zur vorausgesetzten Veränderung
Ein Praktiker der lösungsfokussierten Therapie stellt Fragen auf eine vom Ansatz abgeleitete Weise.
Hier sind einige Beispiele für Fragen, die eine Veränderung voraussetzen:
"Was hat eine totale Katastrophe verhindert?"
"Wie haben Sie es vermieden, zusammenzubrechen?"
"Was hat Sie davor bewahrt, sich aufzulösen?"
3. Außergewöhnliche Fragen
Beispiele für Ausnahmefragen sind:
1. Erzählen Sie mir von Zeiten, in denen Sie nicht wütend werden.
2. Erzählen Sie mir von Zeiten, in denen Sie sich am glücklichsten gefühlt haben.
3. Wann hatten Sie das letzte Mal das Gefühl, dass Sie einen besseren Tag hatten?
4. Gab es jemals eine Zeit, in der Sie sich in Ihrer Beziehung glücklich fühlten?
5. Was war das Besondere an diesem Tag, das ihn zu einem besseren Tag machte?
6. Können Sie sich an eine Zeit erinnern, in der das Problem in Ihrem Leben nicht präsent war?
4. Skalierungsfragen
Dies sind Fragen, die es dem Kunden ermöglichen, seine Erfahrungen zu bewerten. Sie ermöglichen es dem Klienten auch, seine Motivation zu bewerten, seine Erfahrungen zu ändern. Skalierungsfragen ermöglichen es dem Therapeuten, eine Folgefrage hinzuzufügen, die ebenfalls positiv ist.
Ein Beispiel für eine Skalierungsfrage:
"Auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 10 das Beste und 1 das Schlechteste ist, was würden Sie sagen, wo Sie heute stehen?"
Eine Folgefrage:
" Warum eine Vier und nicht eine Fünf?"
Fragen wie diese ermöglichen es dem Klienten, das Positive zu erforschen und sein Engagement für die notwendigen Veränderungen zu erkennen.
5. Fragen zur Bewältigung
Diese Art von Fragen eröffnet den Klienten den Zugang zu ihrer Resilienz. Die Kunden sind Experten für ihre Lebenserfahrung. Wenn wir ihnen helfen zu erkennen, was funktioniert, können sie aus einer Position der Stärke heraus wachsen.
"Wie sind Sie bisher zurechtgekommen?"
"Was haben Sie getan, um sich über Wasser zu halten?"
"Was funktioniert?"
Was unsere Leser denken
Als Doktorand ist es sehr einfach, dem Buch zu folgen.
Das war so erstaunlich und hilfreich
Hervorragender Artikel und nützlich für die Anwendung im täglichen Leben. Ich werde es gerne verwenden, wenn es erforderlich und praktikabel ist.